| Fronleichnamsschützenkompanie
Hörbranz |
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Gründung Auszug aus der Festschrift "Die Fronleichnams-Schützenkompanie in Hörbranz - Damals und Heute" von Siegfried und Christoph Hagen, 1996 Nach einer Reihe schöner, heißer Sommertage hatte sich ein fürchterliches Gewitter zusammengebraut. Die Bauern hatten gehofft, es werde in eine andere Gegend ziehen. Das tat es jedoch nicht, sondern tobte seinen ganzen Schrecken im Gebiet der Gemeinde Hörbranz und ihrer Nachbargemeinden aus. Ein schwerer Hagel verwüstete die Äcker, auf denen das Getreide reif zum Schnitte stand und hernach reckten die Bäume nur noch kahle Äste und Zweige zum Himmel und das Gras war wie plattgewalzt, Arbeit und Fleiß eines ganzen Jahres vernichtet. Notzeit war angebrochen. Daraufhin gelobten die Bauern, am "Üsa Herrgottstag" mit einer Schützenkompanie auszurücken um durch diese Verherrlichung Gottes vor ähnlichen Naturkatastrophen verschont zu bleiben. Der Gründungszeitpunkt der Fronleichnamskompanie konnte nicht mehr genau ermittelt werden, er wird jedoch allgemein in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angenommen. Das Messgerät, an dem alljährlich die jungen "Rekruten" ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen mussten, ist jedenfalls mit der Jahreszahl 1779 versehen. Dieser Umstand beweist das Bestehen der Kompanie im selben Jahre, bedeutet aber keinesfalls, dass diese nicht früher existiert hätte. Aus der Frühzeit der Kompanie sind nur ganz seltene Hinweise auf dieselbe vorhanden. Einer Aufzeichnung im Stadtarchiv Bregenz ist zu entnehmen, dass bereits vor dem Jahre 1800 Bürger von Bregenz und Lochau am Fronleichnamstag nach Hörbranz pilgerten.
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